Bunker

Grenzen des Festungsbaus

 

Stark befestigter Schutzraum oder Raumkomplex in Stahlbetonbauweise, oberirdisch als Hochbunker oder unterirdisch als Tiefbunker ausgeführt.

 

 

Mit der immer gewaltigeren Zerstörungskraft von Waffen begann im 19. Jahrhundert die Errichtung von Bunkern, ein besonderer Typ des Festungsbaus. Die oberirdischen Festungen hatten ausgedient und waren wirkungslos.

 

Seit dem Ersten Weltkrieg florierte diese moderne Festungsbauarchitektur, insbesondere mit Verfügbarkeit von Stahlbeton, um sich gegen die aufkommende Lufwaffe und die Durchschlagskraft der Artillerie zu schützen.

 

Im Zweiten Weltkrieg errichteten die Deutschen Truppen europaweit ausgedehnte Bunkersysteme. Berüchtigt sind die Führerhauptquartiere, verschiedene verbunkerte Verteidigungslinien und unterirdische Rüstungsbetriebe, wie das Bunkersystem "RIESE" in Schlesien (Polen).

Die großen deutschen Städte erhielten auch oberirdische Bunker, wie die Flak-Bunker in Berlin, Hamburg oder Wien in Österreich, heute für kulturelle und für Wohnzwecke umgenutzt.

Insbesondere mit Eintritt des Atomzeitalters und des Kalten Krieges entstanden beiderseits des Eisernen Vorhangs ausgedehnte Bunkeranlagen für militärische und zivile Führungsfunktionen sowie auch zum Schutz eines sehr kleinen Teils der Zivilbevölkerung.

 

Die moderne Waffentechnik ermöglicht inzwischen auch die Zerstörung  unterirdischer Bauwerke, sodass der Höhepunkt des Bunkerbaus in der Historie liegt.

Heute sind diese Monumente spannungsgeladene Destinationen. Viele können besichtigt werden.