Fahrradexkursion Queichlinie II (in ost – westlicher Richtung von Hördt nach Landau)

Die geführte Radtour in ost – westlicher Richtung von Hördt nach Landau. Sie verläuft auf innerörtlichen Straßen, befestigten und unbefestigten Rad-, Wald- und Forstwegen entlang des ehemaligen Queichlinienverlaufs, wobei immer wieder auf Spuren von Bauwerken und Schanzen hingewiesen wird. Ein geländegängiges Mountain- oder Trekkingfahrrad und witterungsgerechte Kleidung wird empfohlen. Für Verpflegung (ausreichend Flüssigkeit!) müssen die Teilnehmer*innen selber sorgen.

 

Teilnehmerzahl: max. 16. Teilnahmegebühr: 10 Euro/ Person. Nur nach vorheriger Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Mehr Infos über die Internetlinks: Kulturverein Bellheim und Südpfalz-Tourismus

 

Schanze Bellheim ©Esther Grüne – Südpfalz-Touristik
Schanze Bellheim ©Esther Grüne – Südpfalz-Touristik

Termin Eigenschaften

Datum, Uhrzeit 12.09.2021
Termin-Ende 12.09.2021
Ort Festung Landau

Venue Information - Festung Landau

Sichtbarer und deutlicher Ausdruck der französischen Expansionspolitik des 17. Jahrhunderts in der Pfalz war der Ausbau der Stadt Landau zu einer Festung. Der bedeutendste Festungsarchitekt dieser Zeit, Sébastien Le Prestre de Vauban, hatte König Ludwig XIV. in einer Denkschrift eindringlich auf die Bedeutung der Stadt als mögliches Einfallstor ins Elsass geschildert, eine Bresche im französischen Verteidigungssystem, die geschlossen werden musste.

Im April 1688 legte Kriegsminister Louvois persönlich den Grundstein zu einer Festung, die bis 1691 mit einem enormen technischen und personellen Aufwand gebaut wurde: zweitweise waren an den Bauarbeiten unter der Oberaufsicht von Vauban mehr als 10.000 Mann beteiligt, die mittelalterliche Stadtmauer wurde abgerissen und die Steine für die neuen Mauern verwendet. Darüber hinaus wurde eigens ein etwa sieben Km langer Kanal südlich der Queich zwischen Albersweiler und Landau zum Transport der Baumaterialien angelegt. Längs dieses Kanals wurden verschiedene Fabrikationsstätten, wie Hammerschmieden oder Ziegelhütten errichtet. Innerhalb der Stadt korrigierte die Militärverwaltung in der Nacht vom 20. Juni 1689 die mittelalterliche Topographie durch einen Brand, der den westlichen Teil der Stadt längs der heutigen Marktstrasse mit den zahlreichen Fachwerkhäusern vernichtete.

Die neue Festung mit einem 2278 m langen Hauptwall war aus militärischer Sicht für die damalige Zeit eine hochmoderne Anlage. Kurz vor Ausbruch des Spanischen Erbfolgekrieges, im Jahr 1700, wurde die Festung durch den Bau eines zusätzlichen Forts auf der nordwestlichen Anhöhe vor der Stadt abgesichert. Doch selbst diese Verstärkung konnte nicht verhindern, dass die Festung bei den Belagerungen der Jahre 1702, 1703, 1704 und 1713 jedes Mal eingenommen wurde.

Im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts wurde die Festung immer wieder durch den Bau von Werken und Kasernen baulich verbessert. Erhalten sind von der Festung des 17. Jahrhunderts lediglich die beiden Stadttore, Teile des Schleusensystems, ein Rest der sogenannten Roten Kaserne, die Lunette 41 und das gesamte Ensemble des Forts. Um den Deutschen Bund vor revolutionären Bewegungen und möglichen Expansionsplänen ambitionierter Nachbarn zu schützen, wurden einige Festungen 1815 zur Bundesfestung bestimmt und ausgebaut. Dazu gehörte auch Landau, das ab 1831 als Bundesfestung eingegliedert wurde. Die militärische Funktion der Bundesfestungen war vornehmlich die Sicherung der Westgrenze gegen Frankreich. Aus dem 19. Jahrhundert stammt als bemerkenswertes Ensemble das sogenannte Quartier Chopin. Nach dem Schleifen der Festung ab 1873 entstand die bemerkenswerte Ringstraßenarchitektur anstelle der Wallanlagen.

 

mehr Informationen

zum Festungsbauverein Landau – Les amis de Vauban e.V.

Landau Festungsmodell ©Stadt Landau Archiv
Landau Festungsmodell ©Stadt Landau Archiv