Lunette 41 – Die Untergrundführung

Lunette 41 – Die Untergrundführung

Erleben Sie faszinierende Einblicke in die Landauer Unterwelt beim geführten Spaziergang zur Landauer Festungsgeschichte, inklusive Abstieg in die in die unterirdischen Gänge des Festungswerks „Lunette 41“.

Führungen durch die Ausgrabungsstätte Lunette 41

Die Lunette 41 wurde zu Zeiten Ludwigs den XIV gebaut und mit dem Titel „die größte und stärkste Festung der Christenheit“ beworben. Erleben Sie faszinierende Einblicke in die Landauer Unterwelt bei einem Spaziergang durch die Festungsgänge der südpfälzischen Stadt Landau. In der Stadt selbst ist heutzutage kaum noch was von den ehemaligen Mauern der Festung erhalten, doch bei jeder Baumaßnahme werden erneut gigantische Mauern entdeckt. Unter der Stadt sind die einzelnen Werke mit einem 30 Kilometer langen Netz an Tunneln verbunden gewesen. Aber was ist passiert? Warum sind die Mauern nicht über der Erde zu sehen? Alle Antworten erhalten Sie bei der Führung durch die Festungsgänge.

Eintritt & Preis: Die Führung dauert ca. 1,5 Stunden und kostet pro Person 10,00 €. Für PfalzCard Inhaber ist die Führung kostenlos.

Treffpunkt: Obertorplatz, vor dem Restaurant "MIO"

Termine: Die Führungen finden von März bis November, jeden Samstag um 14:00 Uhr statt.

Anmeldung & weitere Informationen erhalten Sie bei:

Südliche Weinstrasse - Büro für Tourismus Landau in der Pfalz e. V.

Marktstraße 50, 76829 Landau in der Pfalz

Telefon: +49 (0) 6341 13-8310

Telefax: +49 (0) 6341 13-8309

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldung unter: +49 (0) 6341 13-8310 erforderlich.

Hinweis: Festes Schuhwerk wird empfohlen!

 

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Termin Eigenschaften

Datum, Uhrzeit 29.05.2021
Termin-Ende 27.11.2021
Ort Festung Landau

Venue Information - Festung Landau

Sichtbarer und deutlicher Ausdruck der französischen Expansionspolitik des 17. Jahrhunderts in der Pfalz war der Ausbau der Stadt Landau zu einer Festung. Der bedeutendste Festungsarchitekt dieser Zeit, Sébastien Le Prestre de Vauban, hatte König Ludwig XIV. in einer Denkschrift eindringlich auf die Bedeutung der Stadt als mögliches Einfallstor ins Elsass geschildert, eine Bresche im französischen Verteidigungssystem, die geschlossen werden musste.

Im April 1688 legte Kriegsminister Louvois persönlich den Grundstein zu einer Festung, die bis 1691 mit einem enormen technischen und personellen Aufwand gebaut wurde: zweitweise waren an den Bauarbeiten unter der Oberaufsicht von Vauban mehr als 10.000 Mann beteiligt, die mittelalterliche Stadtmauer wurde abgerissen und die Steine für die neuen Mauern verwendet. Darüber hinaus wurde eigens ein etwa sieben Km langer Kanal südlich der Queich zwischen Albersweiler und Landau zum Transport der Baumaterialien angelegt. Längs dieses Kanals wurden verschiedene Fabrikationsstätten, wie Hammerschmieden oder Ziegelhütten errichtet. Innerhalb der Stadt korrigierte die Militärverwaltung in der Nacht vom 20. Juni 1689 die mittelalterliche Topographie durch einen Brand, der den westlichen Teil der Stadt längs der heutigen Marktstrasse mit den zahlreichen Fachwerkhäusern vernichtete.

Die neue Festung mit einem 2278 m langen Hauptwall war aus militärischer Sicht für die damalige Zeit eine hochmoderne Anlage. Kurz vor Ausbruch des Spanischen Erbfolgekrieges, im Jahr 1700, wurde die Festung durch den Bau eines zusätzlichen Forts auf der nordwestlichen Anhöhe vor der Stadt abgesichert. Doch selbst diese Verstärkung konnte nicht verhindern, dass die Festung bei den Belagerungen der Jahre 1702, 1703, 1704 und 1713 jedes Mal eingenommen wurde.

Im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts wurde die Festung immer wieder durch den Bau von Werken und Kasernen baulich verbessert. Erhalten sind von der Festung des 17. Jahrhunderts lediglich die beiden Stadttore, Teile des Schleusensystems, ein Rest der sogenannten Roten Kaserne, die Lunette 41 und das gesamte Ensemble des Forts. Um den Deutschen Bund vor revolutionären Bewegungen und möglichen Expansionsplänen ambitionierter Nachbarn zu schützen, wurden einige Festungen 1815 zur Bundesfestung bestimmt und ausgebaut. Dazu gehörte auch Landau, das ab 1831 als Bundesfestung eingegliedert wurde. Die militärische Funktion der Bundesfestungen war vornehmlich die Sicherung der Westgrenze gegen Frankreich. Aus dem 19. Jahrhundert stammt als bemerkenswertes Ensemble das sogenannte Quartier Chopin. Nach dem Schleifen der Festung ab 1873 entstand die bemerkenswerte Ringstraßenarchitektur anstelle der Wallanlagen.

 

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zum Festungsbauverein Landau – Les amis de Vauban e.V.

Landau Festungsmodell ©Stadt Landau Archiv
Landau Festungsmodell ©Stadt Landau Archiv