Tag des offenen Denkmals -Queichlinie Bellheim

Der Tag des offenen Denkmals ist immer auch Aktionstag für den Kulturverein, der im „Alten Sägewerk Mittelmühle“ mit Ausstellungen und Führungen das historische Erbe der Region lebendig werden lässt. Dieses Jahr steht die Queichlinie, die ganz nah an der Mittelmühle vorbeiführte, thematisch im Zentrum.

Der Südpfalz-Tourismus VG Bellheim koordiniert am Sonntag, 12.09.2021 wieder den "Tag des offenen Denkmals" für die Verbandsgemeinde Bellheim, diesmal unter dem Motto "Sein & Schein - in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege"

„Alte Sägewerk – Mittelmühle“ (Mittelmühlstr. 7a/ 76756 Bellheim): Interessierten bietet das teilweise denkmalgeschützte "Alte Sägewerk" (seit den 2000er Jahren Kulturstätte) mit seinem großzügigen Außengelände zwischen 11:00 und 17:00 Uhr Einblicke. Auch das Anwesen "Mittelmühle" (heute Architekturbüro) wird zu Führungen für Besucher sein Tor öffnen.

Das Ensemble war während des Habsburger Erbkrieges (18.jh.) teil der französischen Queichlinie. Eine nahe (restaurierte) Schanze erinnert daran. Führungen zu verschiedenen Themen nach Bedarf.

Kontakt: Kulturverein Bellheim e.V., www.kulturverein-bellheim.de oder Tel.:  0173 - 8996243

 

Altes Sägewerk Mittelmühle
Altes Sägewerk Mittelmühle©Rainer Becki

Termin Eigenschaften

Datum, Uhrzeit 12.09.2021
Termin-Ende 30.11.2016
Ort Queichlinie

Venue Information - Queichlinie

Die Queichlinien wurden als Feldbefestigungen im Österreichischen Erbfolgekrieg ab 1743 von Annweiler über Landau bis zum Rhein erbaut. Östlich von Queichheim wurde die Queich 1744/45 vollständig umgeleitet. Für großflächige Überschwemmungen wurden ca. 30 Dämme mit vorgelagerten Schanzen errichtet. Die Linien wurden von französischen Militäringenieuren (u.a. Cormontaigne) geplant. Die Kurpfalz mit Oberamt Germersheim, im Krieg mit Frankreich verbündet, unterstützte den Bau. Die Linien weiterhin zu unterhalten war für Frankreich sinnvoll um Landau und das Gebiet bis zum Rhein zu kontrollieren. Mit Beginn der Revolutionskriege 1792 wurden die Umwallungen von Offenbach,Ottersheim und Bellheim mit Schanzen verstärkt und in Hördt eine Redoute erbaut, deren Graben noch heute die Umrisse der Anlage zeigt. Als das linke Rheinufer Teil Frankreichs geworden war verloren die Queichlinien ihre militärische Bedeutung. Nach Abdankung Napoleons 1814 orientierte sich die Grenze Frankreichs an den Queichlinien. Nach Napoleons Niederlage bei Waterloo wurde die Grenze an die Lauter verlegt, die Südpfalz 1816 Bayern zugeschlagen.10 Jahre später wurden die Linien geschleift.

 

Der Kulturverien Bellheim

Südpfalz-Tourismus

Schanze der Queichlinie an der Mittelmühle
Schanze der Queichlinie an der Mittelmühle